• Donnerstag, September 02nd, 2010
Vier neue Auszubildende haben jetzt ihren Dienst beim Kreis Borken begonnen
Sechs starteten bereits am 1. August / Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster: „Der Kreis Borken bemüht sich sehr um hochqualifizierte Nachwuchskräfte”
Kreis Borken (pd). Vier neue Auszubildende haben am 1. September ihren Dienst in der Borkener Kreisverwaltung angetreten. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster und der Vorsitzende des Personalrates, Jörg Honsel, hießen sie gemeinsam mit Ausbildungsleiter Norbert Göcke im Kreishaus willkommen. Bereits am 1. August hatten sechs weitere junge Männer und Frauen ihre Ausbildung beim Kreis begonnen.
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Dorothee Braems aus Raesfeld-Erle, Andre Funke aus Borken-Weseke, Katrin Gellenbeck aus Ahaus und Julia Kliefoth aus Borken-Burlo absolvieren in den kommenden Jahren ein duales Studium, das sie für den gehobenen Verwaltungsdienst qualifiziert. Bereits in der kommenden Woche beginnt für sie der erste Studienabschnitt an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW in Münster. Nach drei Jahren, in denen sie auch zahlreiche Praxisphasen durchlaufen, schließen sie mit dem Titel “Bachelor of Laws” ab.
Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster wünschte den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Start alles Gute. Die Ausbildung, die sie nun absolvierten, sei ein gutes Fundament für die weitere berufliche Karriere, betonte er. “Versuchen Sie möglichst viel aus Ihren Potenzialen und Talenten zu machen”, ermunterte Hörster die Jugendlichen. Dann könnten sich ihnen viele berufliche Chancen eröffnen. “Die Kreisverwaltung bemüht sich sehr um hochqualifizierte Nachwuchskräfte”, so Hörster.
Bereits am 1. August hatten zwei Anwärter für den mittleren Verwaltungsdienst, zwei angehende Bürokauffrauen mit Zusatzqualifikation als Verwaltungsfachangestellte und zwei zukünftige Vermessungstechnikerinnen ihre Ausbildung beim Kreis Borken begonnen.
Insgesamt 465 Jugendliche hatten sich auf die vom Kreis ausgeschriebenen Ausbildungsplätze beworben. Bei der Auswahl spielten die Zeugnisnoten und der Eindruck der Bewerbung, das Ergebnis des Testverfahrens sowie die Vorstellungsgespräche eine Rolle.
Foto: Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (l.) begrüßte die neuen Auszubildenden, (v.l.) Andre Funke, Julia Kliefoth, Dorothee Braems und Katrin Gellenbeck, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Personalrats Jörg Honsel (r.) und Ausbildungsleiter Norbert Göcke.
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• Dienstag, August 31st, 2010
Kreisverwaltung bleibt am 3. September wegen einer betrieblichen Veranstaltung geschlossen
Hamaland-Museum ist wie gewohnt geöffnet
Kreis Borken (pd). Wegen einer betrieblichen Veranstaltung bleibt die Kreisverwaltung am kommenden Freitag (3.9.) geschlossen. Betroffen sind die Büros der Kreisverwaltung Borken einschließlich aller Nebenstellen in Ahaus, Bocholt, Gescher, Gronau, Rhede und Stadtlohn. Das kreiseigene Hamaland-Museum in Vreden ist wie gewohnt von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
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• Samstag, August 28th, 2010
Sachstand 28.08.2010, 13 Uhr: Gronau bleibt Einsatzschwerpunkt
Landrat hebt Großschadenslage auf / Weiterhin angespannte Situation in Epe, in der Gronauer Innenstadt und im Gewerbegebiet an der Losser- und Fabrikstraße
Kreis Borken (pd). Während sich die Hochwassersituation in Ahaus und Heek zunehmend entspannt, kämpfen in Gronau weiter rund 250 Einsatzkräfte gegen die Wassermassen der Dinkel. Am St.-Antonius-Hospital haben Hilfskräfte auf einer Länge von 150 Metern einen zwei Meter hohen Erdwall aufgeschüttet. Ein Eindringen von Wasser ins Krankenhaus konnte so bisher verhindert werden, Evakuierungspläne liegen bereit, mussten bisher aber nicht greifen. Erreicht hat das Hochwasser dagegen einige Gewerbebetriebe an der Fabrikstraße und an der Losserstraße. Nach wie vor steht auch Wasser im Ortskern von Epe und in der Gronauer Innenstadt, vor allem im Bereich der Bahnhofstraße. Der Pegel der Dinkel liegt am nördlichen Stadtrand aktuell bei 2,49 Meter, normal sind 30 Zentimeter. Hier klicken zum weiterlesen
In Heek gehen derweil die Aufräumarbeiten weiter, ebenso in weiten Teilen der Stadt Ahaus. Bei 60 Häusern, die zwischenzeitlich ohne Strom waren, werden die Stadtwerke die Hausanschlüsse im Laufe des Tages wieder herstellen. Im nordwestlich gelegenen Ortsteil Alstätte ist die Lage stabil, Einsatzkräfte sichern weiterhin die Turnhalle und das Feuerwehrgerätehaus.
Da die krisenhafte Situation nun in erster Linie auf Gronau begrenzt ist, hat Landrat Dr. Kai Zwicker um 12 Uhr die Großschadenslage aufgehoben. Diese Entscheidung hat er gemeinsam mit der Einsatzleitung getroffen, nachdem er sich am Morgen in einem Polizeihubschrauber selbst ein Bild von der Situation im nördlichen Kreisgebiet gemacht hatte. Mitarbeiter des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung werden die Lage allerdings weiter beobachten. Auch die Untere Wasserbehörde bleibt im Einsatz, insbesondere als Ansprechpartner für die niederländischen Kollegen, bei denen jetzt die Wassermassen auflaufen und Deiche überspülen.
Zum Hintergrund:
Massive Regenfälle in der Nacht von Donnerstag (26.8.) auf Freitag (27.8.) hatten im nördlichen Teil des Kreises Borken für Überschwemmungen gesorgt. Betroffen waren die Orte Ahaus, Gronau, Heek, Legden und Schöppingen. Durch den Regen schwollen vor allem die Ahauser Aa, die von Ahaus Richtung niederländische Grenze fließt, und die Dinkel, die von Legden über Heek und Gronau Richtung Niederlande führt, deutlich an. In allen Orten war der massive Einsatz heimischer Kräfte erforderlich, darüber hinaus wurde auch Verstärkung aus dem gesamten Regierungsbezirk Münster sowie den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Köln angefordert. In Spitzenzeiten waren bis zu 850 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und weiteren Hilfsdiensten im Einsatz.
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• Freitag, August 27th, 2010
Sachstand 27.08.2010, 18 Uhr: Hochwasserlage im Nordkreis bleibt angespannt
Landrat Dr. Kai Zwicker hat die Einsatzleitung übernommen / Ahauser Aa und Dinkel müssen abgesichert werden
Kreis Borken (pd). Die Hochwasserlage im Kreis Borken bleibt angespannt. Um 14 Uhr hat Landrat Dr. Kai Zwicker in Absprache mit der Stadt Ahaus und der Bezirksregierung Münster die Einsatzleitung übernommen. Die Fäden laufen jetzt beim Krisenstab im Borkener Kreishaus zusammen. Die Einsatzleitung ist in Ahaus positioniert und koordiniert die Einsätze vor Ort.
Aktuell sind rund 650 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks sowie anderer Hilfsdienste – auch aus anderen Teilen von NRW – im Einsatz. Zur Ablösung der Kräfte hat die Einsatzleitung über die Bezirksregierung Münster Verstärkung aus den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Köln angefordert. In der Nacht und am Morgen hatten bereits rund 240 Einsatzkräfte aus dem Raum Essen die örtlichen kräfte unterstützt. Hier klicken zum weiterlesen
In Ahaus sind besonders das innenstadtnahe Aabachviertel, die Ortsteile Alstätte und Ottenstein sowie der Bereich rund um das Klärwerk im Nordosten der Stadt betroffen. Mit Sandsäcken wird die Ahauser Aa in Alstätte und in der Nähe des Klärwerks abgesichert. Am Klärwerk sinken die Pegel bereits wieder. In einigen Teilen der Stadt ist die Stromversorgung unterbrochen. Da dass in einigen Bereichen auch über Nacht so bleiben soll, haben Betroffene die Möglichkeit in der Mensa des Schulzentrums Im Vestert, Straße Hof zum Ahaus, zu übernachten. Dort übernimmt das Deutsche Rote Kreuz die Versorgung.
Östlich von Heek sichern zahlreiche Helfer den Deich des dortigen Regenrückhaltebeckens der Dinkel mit Sandsäcken. In Gronau bereiten sich die Einsatzkräfte auf steigende Pegelstände der Dinkel vor. Die Stadt hat bereits 12.500 Sandsäcke angefordert.
Durch die Regenfälle sind im nördlichen Kreisgebiet zahlreiche Keller vollgelaufen. “Die Einsatzkräfte pumpen sie jetzt nach und nach leer”, so Landrat Dr. Zwicker. Diese Arbeiten werden sicherlich bis in das Wochenende hinein andauern.
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• Donnerstag, August 26th, 2010
Acht Lehrerinnen und Lehrer verstärken Vertretungsreserve für die Grundschulen
Kreis Borken (pd). Acht Lehrerinnen und Lehrer nehmen mit Beginn des neuen Schuljahres ihre Tätigkeit in der Vertretungsreserve für die Grundschulen im Kreis Borken auf. Schulamtsdirektor Erhard Marder und der zuständige Abteilungsleiter aus dem Fachbereich Schule, Kultur und Sport des Kreises, Rudolf Pongs, begrüßten die Pädagoginnen und Pädagogen im Kreishaus. Zwei Jahre lang werden sie an den 67 öffentlichen Grundschulen im Kreis aushelfen, wenn ein Kollege oder eine Kollegin ausfällt. Danach wechseln sie – wie ihre Vorgänger – fest an eine Schule im Kreisgebiet. Hier klicken zum weiterlesen
Rudolf Pongs wünschte den Lehrkräften alles Gute für den Start. “Wir freuen uns, dass Sie sich für den Kreis Borken entschieden haben. Sie helfen uns, Unterrichtsausfall zu vermeiden.” Die Lehrerinnen und Lehrer der Vertretungsreserve, der im neuen Schuljahr insgesamt 16 Pädagoginnen und Pädagogen angehören, springen vor allem für erkrankte Kolleginnen und Kollegen ein. Die Mehrheit der Neueinsteigerinnen und -einsteiger hat in den vergangenen beiden Jahren bereits Berufserfahrung gesammelt. “Während der Zeit in der Vertretungsreserve werden sicherlich zahlreiche neue Eindrücke hinzukommen”, ist Schulamtsdirektor Erhard Marder überzeugt.
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• Freitag, August 20th, 2010
Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster begrüßte Wandergesellen im Kreishaus
Steinmetz Florian Wagner aus Landshut ist bereits seit drei Jahren unterwegs
Kreis Borken (pd). Ja, es gibt sie noch die Wandergesellen. Wie Florion Wagner. In Handwerkskluft und das Gepäck auf dem Rücken: So klopfte der Wandergeselle aus Landshut an die Tür von Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster. Der 28-jährige Steinmetz ist bereits seit drei Jahren auf der Walz, pünktlich zu Weihnachten will er in die Heimat zurückkehren. Zwischen Italien und Norwegen hat er bei Steinmetzen gearbeitet. Im Kreis Borken möchte er noch die Akademie des Handwerks in Raesfeld ansteuern, bevor er nach Münster weiterreist.
Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster stattete den Besucher mit dem nötigen Kleingeld für eine Übernachtung und Verpflegung aus und wünschte ihm für seinen weiteren Weg alles Gute.
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• Dienstag, August 17th, 2010
Vierteilige Seminarreihe des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreises ab Ende Oktober in der Borkener Familienbildungsstätte
Kreis Borken (pd). Wenn die körperlichen Kräfte nachlassen, schwindet häufig auch das seelische Wohlbefinden. Depressionen treten folglich bei älteren Menschen besonders häufig auf. In vielen Fällen wird die Erkrankung allerdings nicht erkannt oder unterschätzt. Dabei gibt es Möglichkeiten, der Altersdepression vorzubeugen bzw. sie zu therapieren. Wie? Darüber informiert nun der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreises Borken ab 27. Oktober 2010 an vier aufeinander folgenden Mittwochnachmittagen jeweils von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr in dem Seminar “Depressionen im Alter – Was kann ich tun?”. Eingeladen dazu sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Familienbildungsstätte im Borkener Vennehof. Dieses Angebot ist – wie auch alle anderen Dienstleistungen des Sozialpsychiatrischen Dienstes – kostenlos. Hier klicken zum weiterlesen
Die Seminarreihe beginnt am 27. Oktober mit dem Thema “Woran erkenne ich eine Depression und wie ist der Verlauf?” Am 3. November stellt Dr. Hans Niebes (Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie des Kreisgesundheitsamtes) Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten vor. Am 10. November geht es um die Frage “Was kann ich tun, damit ich gesund werde, bzw. bleibe?” und am 17. November 2010 um die Frage “Wie gehe ich mit Depressionen um?” Geleitet wird die Seminarreihe von Annette Rehmann und Conny Späker-Sawatzki vom Kreis Borken.
In den vergangenen Jahren gab es bereits ähnliche Angebote in Ahaus und Bocholt, die seinerzeit auf großes Interesse bei Betroffenen, ihren Angehörigen sowie bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedenster sozialer Einrichtungen stießen. Anmeldungen werden ab sofort in der Nebenstelle des Kreisgesundheitsamtes in Bocholt unter den Telefonnummern 02871/270117und 02871/270116 oder per E-Mail
a.rehmann@kreis-borken.de bzw.
c.spaeker-sawatzki@kreis-borken.de entgegengenommen, sowie in der Familienbildungsstätte Borken unter der Telefonnummer 02861/62188.
Zum Hintergrund:
Das Team des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreises Borken besteht aus Fachärzten, Sozialarbeitern, Sozialpädagogen und Verwaltungsfachkräften. Es berät erwachsene Menschen, die unter psychischen Störungen leiden, sich in akuten Lebenskrisen befinden, von Behinderung oder einer Sucht betroffen sind, sowie ihre Familienangehörigen.
Der Dienst verfügt über eigene Beratungsstellen in Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau. Darüber hinaus führen seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Absprache auch Hausbesuche in allen Städten und Gemeinden des Kreises durch. Diese Gespräche sind vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht.
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• Montag, August 16th, 2010
Arbeitsgruppe traf sich mit Fachleuten aus Nordrhein-Westfalen
Westmünsterland (pd). Oft sieht man nur die Spuren ihres Treibens auf den Wiesen und Äckern. Im heimischen Wohnzimmer, wie vor Jahren in Stadtlohn geschehen, tauchen sie eher nicht auf. Dennoch: Im Kreis Borken waren in den vergangenen Jahren die Hinweise auf eine extreme Zunahme der Wildschweinebestände unübersehbar. Die Gründe: Natürliche Feinde fehlen und das Futterangebot ist nahezu unbegrenzt.
Die Landwirte klagen über vermehrte Wildschäden. “Die mit Abstand größte Gefahr für den Kreis Borken ist allerdings, dass sich eine dichte Wildschweinepopulation leicht mit Schweinepest infizieren kann”, erklärt Dr. Albert Groeneveld vom Fachbereich Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung. Um das zu verhindern, hat der Kreis eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der regelmäßig Vertreter von Landwirtschaft, Jagd, Forstbehörde und Kreis zusammenkommen.
Ziel ist es, dass es im Kreis Borken nicht so weit kommt wie Anfang 2009 im Oberbergischen Kreis. Dort wurde damals erstmalig rechtsrheinisch ein infiziertes Wildschwein gefunden. In kürzester Frist tauchten in drei weiteren Kreisen erkrankte Wildschweine auf. Hier klicken zum weiterlesen
”Für die Halter von Mast- und Zuchtschweinen in der betroffenen Region hatte das die völlig unerwartete Folge, dass ihre Schweine vom Handel nicht mehr abgenommen wurden, weil insbesondere die grenzüberschreitende Vermarktung kaum möglich war”, berichtet der Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Borken, Jörg Sümpelmann. “Und ohne den Verkauf über die nationalen Grenzen hinweg geht es heute im vereinten Europa nicht mehr.”
Die Einschränkung der Vermarktung von nachweislich gesunden Hausschweinen, nur weil die Wildschweinepopulation in derselben Region als infiziert gilt, ist für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar. “Die Regeln des Handels sind aber so”, betont Dr. Peter Epkenhans von der Kreisstelle Borken der Landwirtschaftskammer NRW. “Denn Exporte werden in den allermeisten Fällen durch Handelsabkommen geregelt, in denen festgeschrieben ist, dass das Fleisch aus seuchenfreien Regionen stammen muss.” Deshalb würde schon ein einziger Wildschweinepestfall den Export in wichtige Märkte wie China, Japan oder Südafrika zum Erliegen bringen. Experten gehen deshalb davon aus, dass der wirtschaftliche Schaden einer Wildschweinepest allein im Westmünsterland mehrere hundert Millionen Euro betragen könnte.
Ziel der Arbeitsgruppe, die zu ihrem letzten Treffen auch einige Experten von außerhalb eingeladen hatte, ist es deshalb, die Wildschweinebestände im Kreis Borken klein zu halten. Nach Feststellung von Dr. Michael Petrak, dem Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhütung in Bonn, bewegt sich die jährliche Zuwachsrate in Deutschland zurzeit zwischen 200 und 300 Prozent. Nur die harten Winter der vergangenen beiden Jahre hätten die Entwicklung leicht gebremst.
“Wir müssen mit den Jägern und Landwirten zu effektiven Lösungen kommen, um die Bestände auf niedrigstem Niveau zu halten”, fordert der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Heinrich Rülfing. “Eine geeignete Methode für den Kreis Borken sind zum Beispiel Drückjagden. Sie müssen konsequent durchgeführt werden.”
Wertvolle Hinweise zur Organisation solcher Drückjagden gab der Berufsjäger Peter Markett vom Davert Hochwildring, ein anerkannter Fachmann für die Bejagung von Wildschweinen. Zeitnah wollen die Mitglieder des Arbeitskreises nun gemeinsam mit weiteren Landwirten und Jägern konkrete Maßnahmen gegen die Zunahme der Wildschweinebestände im Kreis Borken vereinbaren und dann auch umzusetzen.
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• Dienstag, August 10th, 2010
Kreisverwaltung hat Daten zur Bevölkerungsentwicklung ausgewertet / Heft „Statistik aktuell” ist jetzt erhältlich
Kreis Borken (pd). Der Kreis Borken gehört nach wie vor zu den jüngsten Kreisen in Nordrhein-Westfalen. Am 1.1.2010 betrug der Altersdurchschnitt aller Einwohnerinnen und Einwohner 40,6 Jahre, im Landesschnitt sind es 43,1 Jahre.
Diese und viele weitere Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung im Kreis Borken bündelt die neue Ausgabe des Heftes “Statistik aktuell”, das der Kreis Borken jetzt zusammengestellt hat. Hier klicken zum weiterlesen
Weitere Themen sind Entwicklungen auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt.
Genau 369.666 Einwohnerinnen und Einwohner zählte der Kreis Borken am 31. Dezember 2009. Das sind 657 Personen weniger als ein Jahr zuvor. “Damit setzt sich ein Trend fort, der seit dem zweiten Halbjahr 2008 zu beobachten ist”, erklärt Richard Wigger, der sich in der Kreisverwaltung um das Thema Statistik kümmert. Allerdings verläuft die Entwicklung langsamer als in vielen anderen Regionen. So verzeichnet das Statistische Landesamt für Gesamt-NRW im vergangenen Jahr ein Minus von 3,4 Promille, während der Bevölkerungsrückgang im Kreis Borken lediglich 1,8 Promille betrug.
Die Broschüre “Statistik aktuell”, die auch Auskunft über die Situation in den einzelnen Städten und Gemeinden des Kreises gibt, ist im Kreishaus erhältlich und kann bei Richard Wigger, Tel.: 02861/82-2115 bestellt werden. Interessierte finden die Daten aber auch zum kostenlosen Download unter
www.kreis-borken.de/presselinks.
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• Freitag, August 06th, 2010
Modellprojekt „Bürgerarbeit” startet am 1. September
Kreis Borken beteiligt sich an Bundesprogramm / Bis zu 112 Bürgerarbeitsplätze können entstehen
Kreis Borken (pd). Ab dem 1. September ist die “Bürgerarbeit” ein weiterer Baustein im Angebot des Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken. Der Kreis Borken beteiligt sich gemeinsam mit den 17 Städten und Gemeinden an dem neuen Programm für Langzeitarbeitslose, das Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen vor wenigen Wochen vorgestellt hat. Das Konzept: Hier klicken zum weiterlesen
Arbeitslosen, die trotz intensiver Bemühungen auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Anstellung finden, können zeitlich befristete Arbeitsverträge erhalten. Reguläre Jobs dürfen dabei nicht verdrängt werden. Daher übernehmen die Arbeitslosen ausschließlich gemeinnützige Tätigkeiten. Sie begleiten Ältere oder Behinderte bei Arztbesuchen oder Behördengängen, unterstützen Übungsleiter im Breitensport oder die Essensausgabe für Bedürftige.
Bundesweit beteiligen sich knapp 200 Jobcenter und damit etwa die Hälfte der Grundsicherungsstellen an dem neuen Programm. “Wir hoffen, dass die ‚Bürgerarbeit’ den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neue Perspektiven eröffnet und sie erfahren, dass ihre Fähigkeiten gebraucht werden”, erklärt Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Service-Punkt ARBEIT in den Kommunen vor Ort prüfen nun, welche Männer und Frauen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen, an dem Programm teilnehmen möchten. Ab dem 1. September kann für die ersten von ihnen die vorgeschaltete sechsmonatige Aktivierungsphase beginnen. Während dieser Zeit werden verstärkte Anstrengungen zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt unternommen, wie gezielte Förderung, Fortbildung und Unterstützung. Erst wenn auch diese Bemühungen nicht zu einem regulären Arbeitsvertrag geführt haben, startet die “Bürgerarbeit”.
Bis zu drei Jahre werden die Arbeitsplätze mit einem Festbetrag gefördert, der den Aufwand des Arbeitgebers für Arbeitsentgelt und Sozialversicherung verringert. Bei einer Wochenarbeitszeit von 30 Stunden beträgt die einheitliche Förderung 1.080 Euro, bei einer Wochenarbeitszeit von 20 Stunden 720 Euro. Jeweils die Hälfte dieser Beträge steuern der Bund und der Europäische Sozialfonds bei. Das Bruttogehalt der Beschäftigten kann aber auch höher sein. Während der gesamten Dauer der Bürgerarbeit steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Coach zur Seite, der sie regelmäßig am Arbeitsplatz besucht, bei Problemen vermittelt und auch bei Bewerbungen unterstützt. Das eigentliche Ziel der “Bürgerarbeit” bleibt nämlich, für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden.
Im Kreis Borken können bis zu 112 Bürgerarbeitsplätze gefördert werden. Sie werden bei Bildungsträgern im Kreis Borken angesiedelt sein, die auch das Coaching übernehmen – so sieht es das vom Bund genehmigte Umsetzungskonzept vor. Derzeit laufen die Abstimmungsprozesse mit dem “Service-Punkt ARBEIT”, um Inhalte und Rahmenbedingungen der Arbeitsplätze festzulegen.
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