Regionale 2016 Spielleitplanung >>Innenleben – Neue Qualitäten entwickeln“ in Schermbeck<<

Am 03.12.2012 ist die Veranstaltungsreihe der Regionale 2016 „Innenleben – Neue Qualitäten entwickeln“ in Schermbeck fortgesetzt worden. Neben Interessierten aus dem Regionale 2016-Gebiet haben diverse Vertreter aus Schermbeck an der nicht öffentlichen Veranstaltung teilgenommen.

Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema „Attraktive Spielfläche und Freiräume: neue Qualitäten für Quartiere?“ Kinder- und Familienfreundlichkeit bestimmt nicht nur das Leitbild von Städten und Gemeinden, es ist auch zu einem Standortfaktor geworden. Dabei bestimmt die Qualität des Wohnumfeldes in hohem Maße den Wohnwert und damit zukünftige Wohnstandortentscheidungen von mobilen gesellschaftlichen Gruppen. Den Freiräumen kommt hier eine besondere Bedeutung zu: Es sind Räume, in denen Menschen sich wohlfühlen und sich begegnen können und die vor allem auch Kinder anregen, draußen zu spielen. Kinder und Familienfreundlichkeit ist das Leitbild – die Spielleitplanung ist ein Ziel führendes Instrument seiner Umsetzung. Die Spielleitplanung richtet den Blick neben der Spielplatzgestaltung auf die gesamten grünbetonten und urbanen Freiräume und entwickelt Qualitäten, Maßnahmen und Strategien zur Umsetzung im Sinne eines integrierten Handlungskonzeptes. Spielleitplanung verknüpft systematisch und ergebnisorientiert Beteiligungen von Jung und Alt mit Planung. Die Chancen in der strategischen Aufwertung der Freiflächen für die Zukunft der Siedlungsgebiete aus den 50er bis 70er Jahren liegen, wa-ren Schwerpunkt.

Die Veranstaltung startete mit einem Rundgang, wobei die Spielplätze am Hohen Weg und an der Schienebergstege aufgesucht wurden.

Mehrere Fragestellungen u. a. zur Beteiligung und zur regionalen Vernetzung wurden im An-schluss von 3 Arbeitsgruppen bearbeitet. Es wurde die Auffassung vertreten, dass kleinere Pilotprojekte unmittelbar angegangen werden sollten. Diese könnten in Schermbeck z. B. zeitnah im Rahmen der Planung eines Spielplatzes eines neuen Wohngebietes oder in der Umgestaltung eines Altbestandes umgesetzt werden. Wichtig war in dem Zusammenhang, dass durch die örtliche Politik die hierzu notwendigen Entscheidungen getroffen werden müssen. Unterstützung für die Umsetzung von Ideen wurde insbesondere durch ehrenamtliche Kräfte gesehen, die nach Auffassung der Experten gerade im ländlichen Raum ein großes Potential darstellen.

Einigkeit bestand darin, dass neben Schermbeck insbesondere die Kommunen Billerbeck, Nottuln, Havixbeck und Raesfeld an einer weiteren gemeinsamen Zusammenarbeit unter Federführung der Regionale-Agentur sowie einer professionellen Beratung interessiert sind.

Abschließend wurden von Herrn Peter Apel vom Planbüro Stadt-Kinder aus Dortmund alter-native Finanzierungsmöglichkeiten für die Freiraumplanung vorgestellt. Hier sind sowohl verschiedene Fördertöpfe der Länder, als auch Stiftungen möglich. Insbesondere wurde auch das Potenzial von Bürgerengagement, z. B. beim Bau von Naturspielplätzen, hervorgehoben.

 

 

 

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