Ziel: Impfstatus der Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen weiter verbessern
Kreis Borken (pd). „In diesem Jahr werden wir unsere Kampagne ‚Jeder Impfausweis zählt – auch deiner‘ an den Schulen im Kreisgebiet fortsetzen!“ Das kündigt jetzt Dr. Gerhard Ettlinger, Leiter des Kreisgesundheitsamtes Borken, an. Alle weiterführenden Schulen im Kreisgebiet sind aufgerufen, daran mitzuwirken. Wie 2012 werden dann die Sozialmedizinischen Assistentinnen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes die Impfausweise der Siebtklässler durchsehen und ihnen anschließend mitteilen, ob ihr Impfstatus vollständig ist bzw. welche Impfungen nachgeholt oder aufgefrischt werden sollten.
„Ein hoher Durchimpfungsgrad ist wie ein Deich, der die Bevölkerung vor einer ‚Überschwemmung‘ mit bestimmten Infektionskrankheiten schützt“, erläutert der Amtsarzt den Beweggrund für die Kampagne. „Wir tragen so nicht nur zu einem verbesserten Schutz jedes einzelnen Schülers bei, sondern verstärken auch die Barriere gegen eine ungehinderte Weiterverbreitung von Infektionen“, betont er. 2012 habe die Aktion erkennbar Wirkung gezeigt. Anhand anonymisierter Rückmeldungen der Haus- und Kinderärzte lasse sich ersehen, dass anschließend der Impfstatus der Siebtklässler verbessert werden konnte.
Im vergangenen Jahr beteiligten sich von den 61 weiterführenden Schulen im Kreis Borken 54 mit insgesamt 162 siebten Klassen an der Impfkampagne. 4.315 Siebtklässler konnten so erfasst werden, von denen dann 3.315 (77 Prozent) ihren Impfausweis vorlegten. Davon erhielten nach Durchsicht 1.880 Schüler (57 Prozent) die Empfehlung, ihren Haus- oder Kinderarzt aufzusuchen, um fehlende Impfungen nachzuholen bzw. auffrischen zu lassen.
„Bei den Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Hepatitis B sowie Masern, Mumps und Röteln (MMR) ist der Durchimpfungsgrad mit jeweils über 90 Prozent gut“, konstatiert Dr. Ettlinger. Sehr gut wäre ein Durchimpfungsgrad von mindestens 95 Prozent. Dagegen ist bei der Polio-Impfung, der Keuchhusten-Impfung (Pertussis) und auch der Meningokokken-C-Impfung, die alle bei einem Durchimpfungsgrad von unter 80 Prozent lagen, keine ausreichende Seuchenbarriere vorhanden.



























