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In Erle wird noch Korn gebrannt – Johannes Böckenhoff

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Die kleine Kornbrennerei „Böckenhoff“ in Erle hat Tradition. Eine Brennerei mit Geschichte – und Geschmack im Münsterland. 

Wer heute noch selbst brennt, statt einfach nur Alkohol zuzukaufen und mit Wasser zu strecken, fällt auf. Und das im besten Sinne. In Erle wird genau das seit stolzen 180 Jahren gemacht – und das inzwischen in siebter Generation. Die Brennerei Böckenhoff ist damit nicht nur alt eingesessen, sondern auch ein echtes Unikat unter Deutschlands Spirituosenmachern.

Selbstgebrannter Korn aus Erle von Böckenhoff
Johannes Böckenhoff in Erle – Kornbrenner in 5. Generation. Foto: Petra Bosse

Johannes Böckenhoff, Präsident der „Deutschen Alkoholhersteller“ und gleichzeitig Brennmeister mit Leidenschaft, hält an den Rezepturen seines Ur-Ur-Ur-Ur-Großvaters fest. „Wir brennen den Korn noch richtig selbst“, sagt er – und meint damit: vom ersten Tropfen bis zum letzten Glas. Denn laut EU-Vorgaben würde es auch reichen, reinen Alkohol zu kaufen und ihn mit Wasser zu verdünnen. Aber das wäre dann eben nicht „Böckenhoff“.

„Eine Brennerei, die nur deshalb existieren konnte, weil sie den Bezug zur heimatlichen Region und ihren Menschen nie verloren hat“, resümiert Johannes Böckenhoff seinen Erfolg über all die Jahre.

Brenngerät für Korn in der Kornbrennerei Böckenhoff in Erle
Brenngerät für Korn in der Kornbrennerei Böckenhoff in Erle. Foto: Petra Bosse

Heimatverbunden – im besten Sinne

Dass es die Erler Brennerei überhaupt noch gibt, liegt laut Johannes Böckenhoff daran, „dass wir den Bezug zur Region und zu den Menschen hier nie verloren haben“. Und damit steht er nicht allein: Nur eine Handvoll Brennereien in Deutschland pflegt noch die alte Kunst, Korn eigenständig herzustellen, zu lagern und reifen zu lassen.

Ein besonderes Ass hat Böckenhoff außerdem im Ärmel – oder besser: im Boden. Das Wasser für den Korn stammt aus einem unterirdischen See, den sogenannten Halterner Sanden. Es kommt ganz ohne chemische Einflüsse aus und bringt damit die „Urform“ des Korns besonders rein zur Geltung.

Böckenhoffs Korn aus Erle noch selbst gebrannt
In der Brennerei. Foto: Petra Bosse

Nicht gekühlt, nicht gefiltert, sondern echt

„Ein guter Korn erinnert geschmacklich noch an das, was drin ist: nämlich Getreide“, sagt Böckenhoff. Und genau deshalb wird der Erler Korn auch nicht tiefgekühlt serviert. Seit 35 Jahren kommt er traditionell im Schwenker-Glas auf den Tisch – und zwar bei Zimmertemperatur. Nur so bleibt das Aroma, wie es der Brennmeister will: klar, ehrlich und ursprünglich.

Böckenhoff´s Korn aus Erle selbstgebrannt in 5. Generation
Traditionell über 100 Jahre sind auch die grünen Flaschen. Foto: Petra Bosse

Eine runde Sache – nicht nur zu Weihnachten

Gerade in der Vorweihnachtszeit ist der Erler Korn gefragt – ob als Geschenk oder zum Genießen in geselliger Runde. Inzwischen gibt’s ihn auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen – alle basierend auf dem Original-Destillat und haltbar gemacht ganz ohne Schnickschnack.

Echte Handwerkskunst, tief verwurzelt in der Region – und ein Korn, der weiß, wo er herkommt.

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