Die Turmwindmühle in Erle bekommt wieder Flügel. Mit der Montage erhält das Baudenkmal und Wahrzeichen des Ortsteils sein vollständiges Flügelkreuz zurück. Der Orkan Kyrill hatte im Januar 2007 die damaligen Windmühlenflügel aus Eiche abgebrochen.
Der Heimatverein Erle und die Gemeinde Raesfeld setzten sich gemeinsam für die Erneuerung ein. Mit einer großen Spendenaktion und einem Mühlenfest im Sommer 2011 sammelte der Heimatverein Geld für neue Flügel. Die Einnahmen bildeten einen Grundstein für die Umsetzung des Vorhabens.
Gemeinde übernimmt Planung und beantragt Fördermittel
Nach Angaben der Gemeinde seien im Vorfeld Haushaltsmittel in Höhe von 50.000 Euro bereitgestellt worden. Die Kosten seien durch eine EU-Förderung zu 60 Prozent bezuschusst worden. Auch der Eigentümer Ludger Becker habe sich maßgeblich an der Umsetzung des Projekts beteiligt.
Die Gemeinde Raesfeld habe die komplette Planung und Abwicklung sowie die Beantragung der Fördergelder übernommen. Fachlich hätten das Amt für Denkmalpflege aus Münster und der Mühlenfachmann Dipl.-Ing. Friedrich Rohlfing aus Hille in Ostwestfalen die Restaurierung begleitet.

Stahlruten und Lärchenholz für die neuen Mühlenflügel
Die neuen Flügel bestehen nach Angaben der Projektverantwortlichen aus Stahlruten und einem Gatter aus sibirischer Lärche. Durch diese Materialauswahl seien sie weniger anfällig für Schäden als die früheren Mühlenflügel mit ihren Holzruten.
Für die Montage kommt ein großer Kranwagen zum Einsatz. Er zieht die schweren Flügel bis zur Turmhaube mit dem Wellkopf in rund zwölf Metern Höhe. Dort montieren Fachleute die neuen Bauteile.
Neue Flügel rechtzeitig zum Erler Schützenfest
„Es ist schön, dass das Erler Wahrzeichen passend zum Schützenfest wieder Flügel bekommt. Nur das gemeinsame Anpacken aller verlieh diese Flügel“, sagt Bürgermeister Andreas Grotendorst.
„Mein besonderer Dank geht an die Mitglieder des Heimatvereins Erle, den Eigentümer der Mühle Ludger Becker, den Ersten Beigeordneten Martin Tesing und den stellvertretenden Bauamtsleiter Hubert Nienhaus, die durch ihr Engagement die Finanzierung und Umsetzung der Restaurierung erst möglich machten.“



























