Es ist die westfälische Eiche, die es dem Künstler und Bildhauer Ludwig Schumacher angetan hat und die ihm ans Herz gewachsen ist.
Seit Monaten werkelt der Wanderer irgendwo an einem Ackerrand von Raesfeld an einer mächtigen Marienskulptur.
Der 67-jährige ist ein Künstler, der fast sein ganzes Leben auf Wanderschaft ist und hier seine Erfahrungen und Inspirationen sammelt. Arizona, New York, Alaska, Argentinien sind nur
einige Stationen seiner Wanderreise. Heute hier, morgen da, immer der Mutter Natur ausgesetzt, jedem Wind und Wetter.
Seine Werkstatt ist unter freiem Himmel und fast täglich wird der zwei Meter hohe Eichenstamm bearbeitet. So langsam geht sein Projekt dem Ende zu und seine „Maria Kuan Yin“ wird, wenn sie fertig ist, auf eine Reise nach Japan gehen. Um der Maria aber noch ein wenig Glanz mit auf dem Weg zu geben, hat der Raesfelder Goldschmiedemeister Fritz Rest dem Heiligenschein der Skulptur noch etwas Blattgold aufgelegt.
Seit Monaten führt der Künstler mit seinen drei Hunden ein einfaches Leben in einem Bauwagen und lebt wie in einer Symbiose mit der Mutter Natur, ohne Strom und großen Luxusgegenständen.
Der studierte Bildhauer wird im Frühjahr weiter ziehen. Nicht nur kurz um die Ecke, sondern Senegal wird sein neues Ziel sein.
„Er ist eine Ausnahmeerscheinung im besten Sinne des Wortes und ein sehr kreativer Mensch mit einem geistig beachtlichen Horizon“, so der Raesfelder Fotograf Reinhard G. Nießing, der diese Portraitfotos gemacht hat.
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