
Akademie Schloss Raesfeld e.V. will Ökoprofit-Betrieb werden Gütesiegel hilft Umweltschutz und Kosteneinsparungen zu verbinden
Raesfeld. In den Umweltschutz investieren und gleichzeitig Kosten sparen – eine große Herausforderung, der sich Eberhard Berg, Peter Droste und Nico Droszez gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern des Energieteams des Akademie Schloss Raesfeld e.V. gestellt haben. Ein Jahr nach dem Einstieg in das Projekt Ökoprofit stand jetzt die Prüfung für die Weiterbildungseinrichtung an. Ein Bild von den eingeleiteten Maßnahmen machten sich Raesfelds Bürgermeister Andreas Grotendorst, sein Amtskollege Heiner Buß aus Heiden, Thomas Venhorst von der Kreishandwerkerschaft und Edith Gülker vom Kreis Borken. Im Blickpunkt standen bei der Prüfung Themen wie die Abfallentsorgung, der Umgang mit Gefahrstoffen und die Energienutzung im Unternehmen.
Die Akademie Schloss Raesfeld e.V. ist einer von 14 Betrieben im Kreis Borken, die sich mit Unterstützung der Beratungsfirma B.A.U.M. GmbH auf die Prüfung vorbereitet haben. Werden die Anforderungen erfüllt, erhalten diese Unternehmen am kommenden Freitag, 28. September, in den Räumlichkeiten der Firma Tekloth GmbH in Bocholt das Gütesiegel. Im Projektjahr haben die Unternehmen in acht Workshops Erfahrungen ausgetauscht und Maßnahmen angestoßen, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Kosten sparen. Betriebsrundgänge mit Fachleuten lenkten den Blick auf Schwachstellen in punkto Umweltschutz.
Die Akademie Schloss Raesfeld hat unter anderem das Beleuchtungskonzept innerhalb und außerhalb der Gebäude optimiert und zudem Kastenfenster installiert. Umgerüstet wurden überdies die Heizungsanlagen im Hauptgebäude des Schlosses sowie in der Vorburg, um den Energieverbrauch zu senken. Das Energieteam sieht jetzt mit Spannung der nächsten Jahresrechnung der Energielieferanten entgegen. Dann nämlich wird sich zeigen, ob die Maßnahmen echten Ökoprofit gebracht haben.
Zum Hintergrund:
„Ökoprofit“ ist ein betriebliches Beratungs- und Zertifizierungsprogramm. Es fördert den Einsatz von integrierter Umwelttechnik und eignet sich vor allem für mittelständische Unternehmen. Umweltschutz um jeden Preis ist dabei nicht das Ziel. Vielmehr erwerben die Teilnehmer Wissen, analysieren ihre Betriebsabläufe, nutzen die Kenntnisse der Berater und tauschen Erfahrungen aus. Umweltschutz und Kosteneinsparungen stehen im Vordergrund. „Damit gehen sie schon den ersten Schritt auf dem Weg zum Umweltmanagementsystem“, erklärt Hubert Grothues, Leitender Kreisbaudirektor des Kreises Borken, der das Projekt begleitet hat.
„Ökoprofit“ wurde 1991 in Graz entwickelt und bereits in rund 80 deutschen Städten erfolgreich durchgeführt. Der Kreis Borken und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken sind Träger der zweiten Ökoprofit-Runde im Westmünsterland. 80 Prozent der Kosten trägt das Land NRW. Zusätzliche Förderung kommt von der VR Bank Westmünsterland und weiteren Volksbanken im Kreis.



























