• Sonntag, Februar 14th, 2010
Landrat Dr. Kai Zwicker legt Ergebnisse des „Service-Punkt ARBEIT“ für das Jahr 2009 vor
Kreis Borken (pd). Die Wirtschaftskrise hat sich im vergangenen Jahr auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Borken nicht so deutlich bemerkbar gemacht, wie zunächst befürchtet. Diese Bilanz zieht der „Service-Punkt ARBEIT für den Kreis Borken”.
Zwar sei die Zahl der Menschen im Kreis Borken, die auf Hilfeleistungen nach dem SGB II angewiesen sind, nach jahrelang rückläufigen Zahlen wieder deutlich angestiegen, erklärt Landrat Dr. Kai Zwicker. „Allerdings sind die größten Befürchtungen nicht eingetreten. Es hätte deutlich schlimmer kommen können.”
Im vergangenen Dezember betrug die Quote der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken drei Prozent, das ist einer der niedrigsten Werte in ganz Nordrhein-Westfalen. Nur in vier Kreisen ist dieser Wert noch niedriger. Die betroffenen Männer und Frauen beziehen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II und werden vom Kreis Borken betreut. Ende 2009 erhielten 19.734 Personen in 9.165 sogenannten Bedarfsgemeinschaften Hilfeleistungen nach dem SGB II. Ende 2008 waren es noch 18.217 Personen in 8.550 Bedarfsgemeinschaften. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist damit binnen Jahresfrist um rund 7 Prozent gestiegen. Aktuell sind im Kreis Borken rund 5 Prozent der Bevölkerung unmittelbar von Hartz IV betroffen. Landesweit liegt die Quote bei 9 Prozent, in ganz Deutschland durchschnittlich bei 8 Prozent. Hier klicken zum weiterlesen
„Der finanzielle Aufwand für die Hilfeleistungen nach dem SGB II ist gewaltig”, so Jürgen Ahlte, Leiter der Abteilung „Zentrale Steuerung” beim „Service-Punkt ARBEIT für den Kreis Borken”. 2009 gab der Kreis Borken insgesamt über 100 Mio. Euro für diese Aufgabe aus. Die größten Posten stellen dabei die Ausgaben für das Arbeitslosengeld II und die Sozialversicherung der Betroffenen mit 56,9 Mio. Euro sowie die Kosten der Unterkunft und der „Einmaligen Leistungen”, dazu gehören zum Beispiel Möbel, mit 34,5 Mio. Euro. Für die berufliche Eingliederung wurden 11,7 Mio. Euro sowie für soziale Eingliederungsleistungen, wie die Schuldnerberatung, Sucht- und Drogenberatung, Kinderbetreuung sowie psychosoziale Betreuung, insgesamt 0,8 Mio. Euro eingesetzt.
Die steigenden Fallzahlen sind eine Herausforderung für die Betreuung der Hilfeempfänger in den Service-Punkten ARBEIT vor Ort bei den kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Um die hohe Qualität der Betreuung dennoch weiter aufrecht zu halten, haben die Partner bereits im Herbst 2009 reagiert und 15 zusätzliche Stellen für die Betreuung der Hilfeempfänger in den Städten und Gemeinden eingerichtet. „Die Vermittlung in Arbeit bleibt zwar weiter das oberste Ziel, ist allerdings aufgrund immer weniger freier Stellen auf dem Arbeitsmarkt zunehmend schwieriger”, erklärt Ahlte. „Es gilt deshalb auch andere Strategien der Qualifizierung und Beschäftigung zu entwickeln.”
Im vergangenen Jahr haben im Kreis Borken rund 7.600 Langzeitarbeitslose an über 100 verschiedenen Maßnahmen und Projekten teilgenommen. „Die Beraterinnen und Berater versuchen dabei stets, den Klientinnen und Klienten passgenaue Angebote zu machen”, betont Susanne Lökes, Leiterin der Abteilung der Eingliederung im „Service-Punkt ARBEIT für den Kreis Borken”. So besuchten mehr als 1.000 junge Erwachsene spezielle Seminare für Jugendliche unter 25 Jahren und rund 650 Personen absolvierten Fortbildungen und Umschulungen im Rahmen der beruflichen Weiterbildung. „Für viele Menschen sind inbesondere Angebote mit Beschäftigungsanteilen eine gute Möglichkeit, sich auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten”, so Lökes. Deshalb förderte der „Service-Punkt ARBEIT” im vergangenen Jahr Beschäftigungsmaßnahmen für 2.300 Personen.
Oberstes Ziel ist stets die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt. Im vergangenen Jahr gelang das in 3200 Fällen. Bei knapp 70 Prozent handelte es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Bei über 40 Prozent der Integrationen ging es um einen Arbeitsplatz mit mehr als 30 Wochenstunden. Gegenüber den Vorjahren hat sich der Anteil der Frauen an den Integrationen mit nunmehr 45 Prozent kontinuierlich gesteigert. Dies ist unter anderem auf den höheren Männeranteil in den durch die Wirtschaftskrise besonders betroffenen Branchen zurück zu führen. Nach wie vor sind Frauen aber häufiger als Männer durch Elternzeit bzw. Kinderbetreuung gebunden, sodass eine Arbeitsaufnahme nicht möglich ist.
Landrat Dr. Kai Zwicker erwartet für 2010 das schwierigste Jahr seit der Übernahme der Betreuung von Langzeitarbeitslosen durch den Kreis Borken im Jahr 2005. Dennoch zeige sich auch in der aktuellen Situation, dass es richtig gewesen sei, als eine von bundesweit 69 Optionskommunen an den Start zu gehen. „Dass der Kreis damals diesen Schritt getan hat, ist sicherlich ein wesentlicher Grund dafür, dass wir trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage vergleichsweise gut dastehen”, so Dr. Zwicker. „Die Betreuung der Langzeitarbeitslosen durch die Kommunen ist ein Erfolgsmodell.” Die Betroffenen erhielten bei den Städten und Gemeinden alle Leistungen aus einer Hand. „Wir kennen den regionalen Arbeitsmarkt und können auf Entwicklungen schnell und flexibel reagieren”, so Zwicker. Er fordert deshalb, dass der Bund neben den bestehenden 69 Optionskommunen weiteren Kreisen und kreisfreien Städten die Möglichkeit einräumen sollte, die Betreuung der Langzeitarbeitslosen dauerhaft in Eigenregie zu übernehmen.
Weitere Daten, auch für die Städte und Gemeinden des Kreises, wird der „Service-Punkt ARBEIT” im Frühjahr 2010 im Rahmen des Jahresberichtes 2009 veröffentlichen.
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• Sonntag, Februar 14th, 2010
Energieberater sind ab dem 22. Februar in Heiden unterwegs / Bürgermeister informiert ausgewählte Haushalte
Kreis Borken (pd). Gerade die Besitzer älterer Häuser bekommen häufig einen Schreck, wenn die neueste Rechnung für Öl oder Gas ins Haus flattert. Die Gründe liegen für Energieberater auf der Hand: An den Rollladenkästen zieht`s, über die schlecht isolierten Fenster geht Wärme flöten und auch die Heizung ist nicht mehr auf dem aktuellen technischen Stand.
Rund 200 Hausbesitzer in Heiden haben jetzt die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Fachmann herauszufinden, wie sich ihre Immobilie energetisch verbessern lässt – und das völlig kostenlos. Der Kreis Borken hat die Kampagne „Haus zu Haus” im Rahmen seines Klimaschutzkonzeptes initiiert. Kooperationspartner sind die Pilotkommunen Gescher, Heiden und Legden, die Sparkasse Westmünsterland, die Kreishandwerkerschaft Borken sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken. Hier klicken zum weiterlesen
Zwischen dem 22. Februar und dem 5. März werden zwei qualifizierte Energieberater der Service-GmbH der Kreishandwerkerschaft Borken bei den 200 ausgesuchten Haushalten klingeln. Die Gemeinde hat Wohnquartiere aus den 60er und 70er Jahren ausgewählt. Die betroffenen Hausbesitzer haben in den vergangenen Tagen einen Brief von der Gemeinde bekommen. Darin erläutert Bürgermeister Heiner Buß die Hintergründe der Aktion. „Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen in unserer Gemeinde, die Chance wahrnehmen. Denn wer etwas für die Isolierung seines Hauses tut, der schont auf Dauer nicht nur seinen eigenen Geldbeutel, sondern auch das Klima”, erklärt Bürgermeister Buß.
Die Energieberater Thomas Venhorst und Werner Vogelsang, die sich mit einem besonderen Ausweis legitimieren können, suchen die ausgewählten Hausbesitzer auf. Wer ihnen die Tür öffnet, hat zwei Möglichkeiten: Die Hausbesitzer können entscheiden, ob sie eine 15-minütige Initialberatung in Anspruch nehmen wollen oder gleich eine ausführlichere Beratung inklusive Rundgang durch das Haus, die rund 40 Minuten dauert. Direkt vor Ort geben die Experten eine kurze Einschätzung und Bewertung der energetischen Lage der Immobilie ab. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten außerdem eine Mappe, die unter anderem Informationen zu finanziellen Fördermöglichkeiten für Sanierungen enthält. Treffen die Energieberater auch beim zweiten Besuch niemanden an, lassen sie ihre Kontaktdaten im Briefkasten zurück.
Die ausgewählten Hausbesitzer sind zu einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 18. Februar, ab 19 Uhr in der Westmünsterlandhalle eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung werden sich die Energieberater vorstellen und Fachleute von der Kreishandwerkerschaft und der Sparkasse Westmünsterland erläutern, wie eine gelungene Sanierung aussehen kann und welche Fördermöglichkeiten es gibt.
Die Aktion „Haus zu Haus” endet am Montag, 19. April, um 16 Uhr in der Westmünsterlandhalle. Dann sind alle Interessierten unter anderem zu einem Handwerkermarkt eingeladen, bei dem Fachbetriebe ihre Leistungen rund um die energetische Sanierung vorstellen.
Hinweis an die Redaktionen:
Sie haben die Möglichkeit, die Energieberater bei ihrer Arbeit in Heiden zu begleiten. Wenn Sie daran Interesse haben, wenden Sie sich bitte an Herrn Wilhelm Bösing von der Gemeinde Heiden, Tel.: 02867 / 977-411.
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• Sonntag, Februar 14th, 2010

Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
der täglich sie erobern muß…
Johann Wolfgang von Goethe
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• Sonntag, Februar 14th, 2010
Zwei Tage vor dem Rosenmontagsumzug feierte der RCV im Festzelt in Raesfeld. Wie schon die Woche vorher, war die Stimmung wieder einfach nur Super. Die Raesfelder Närrinen und Narren sind einfach nicht klein zu kriegen. Auch die Offiziere, Prinzenpaare und alle Organisatoren hatten an diesem Abend wieder jede Menge Spaß und auch die Jecken im Raesfelder Zelt standen zum Schluss auf den Stühlen.
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• Sonntag, Februar 14th, 2010
Der St. Johanni Bürgerschützenverein Borken feierte im Vennehof traditionsgemäß den Karneval.
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